Ihr lieben Freunde, seid willkommen,
die ihr den Weg hierher genommen
zu unsrem Jubiläumsfeste!
Wir freu'n uns über euch, ihr Gäste!

Der Jahre 50 sind vergangen,
seit dieser Chor hat angefangen.
Wenn ich so blicke in die Runde,
ist niemand von der ersten Stunde;
doch manche sind sehr lang dabei
und andre wied'rum ziemlich neu.

Horst BAUER war der Gründungsmann,
Herr KÜNTZEL folgte ihm sodann,
dann MALKMUS, FRIEDRICH, diese zwei,
und nun ist MONIKA dabei.

Den Chor, den formt die Chefin hier.
Das macht sie meistens mit Plaisier,
doch hin und wieder muss sie rackern
und neues Notenfeld beackern,
bis dass es in der Stimme sitzt
und Sängers Auge nicht mehr schwitzt,
erblickt es Triller, schnellen Lauf
und Querstand, Tritonus zu Hauf.

Es gab Konzerte: große, kleine,
mit Flöten, Orgel und alleine,
in Kirchen und in manchem Saal
und auch beim Heinerfest einmal.

Es waren etwa drei pro Jahr,
macht hundertfünfzig, ist ja klar.
Das heute, das ist kein Konzert.
Das, was man gleich im Raume hört
ist unser Dank an Euch, Ihr Lieben,
die Ihr uns stets so treu geblieben.

Wir wollen feiern, essen, lachen,
auch mancherlei gemeinsam machen,
Bilder sehen, rätseln, schwätzen,
und uns am Chorgesang ergötzen.
Wir wünschen Euch und uns Genuss
von jetzt bis zu des Festes Schluss.

Zusatz aus Anlass der Pariser Attentate:

Schlagertext, wo andre weinen?
Das will vielleicht nicht passend scheinen;
jedoch bedenkt: Da, wo man lacht,
da hat der Terror keine Macht.

Den Leib zerstören kann er schon,
doch nicht die Freiheit der Person!
So lasst uns dieses Fest heut' wagen
und trotzdem Ja zum Leben sagen!